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Von Tierschutz bis Tierbefreiung

Von Tierschutz bis Tierbefreiung

Tierschutz – Tierbefreiung

Für ein genaueres Verständnis der politischen Zielvorstellungen der Tierbefreiungsbewegung ist zunächst eine Abgrenzung der Begriffe Tierrechte/Tierbefreiung1 von dem des Tierschutzes von Nöten. Auch wenn, oftmals bedingt durch die mediale Vermittlung, im öffentlichen Diskurs (zumindest gegenwärtig noch in Deutschland) AktivistInnen der Tierbefreiungsbewegung oft als „Tierschützer“ (oder „radikale Tierschützer“) bezeichnet werden, so ist zu betonen, dass beide Konzepte in der Regel in fundamentaler Differenz zueinander stehen.
In diesem Beitrag sollen daher die Unterschiede zwischen den Konzepten Tierschutz und Tierrechte/Tierbefreiung sowie zwischen den dazugehörigen Bewegungen (sowie neueren Phänomenen wie des „New Welfarism“) erläutert werden. Dabei wird u.a. an Hand von praktischen Beispielen auch auf die Kritik der Tierbefreiungsbewegung am politischen Tierschutz eingegangen und die diesbezüglichen Debatten und Argumentationsstränge vorgestellt.

Tierschutz

Der klassische, institutionalisierte politische Tierschutz2 beschränkt sich darauf, bestimmte Formen der Gewalt an Tieren zu problematisieren/skandalisieren, bzw. sieht seine Aufgabe oft im Schutze derjenigen Tierarten, zu denen Menschen soziale Beziehungen aufbauen und welche dementsprechend mit bestimmten kulturellen Aufladungen und sozialen Funktionen versehen sind (z.B. sog. „Haustiere“ wie Hunde und Katzen). Ziel des Tierschutzes ist dabei lediglich eine Reform der Ausbeutung von Tieren, dies manifestiert sich in Forderungen z.B. nach „artgerechter Haltung” (größere Käfige/Gehege/Mastboxen) und „humaner Tötung“. Oftmals werden Einzelfälle von privater Gewalt gegenüber Tieren skandalisiert oder Bereiche aufgegriffen, in denen die Nutzung und Tötung von Tieren als „besonders grausam“ oder „unnötig“ (z.B. die „Pelztier“haltung) herausgestellt wird. Der Begriff der „Tierquälerei“ ist an dieser Stelle symptomatisch: Mit ihm wird ausgedrückt, dass bestimmte Praxen gegenüber Tieren abzulehnen sind, nicht jedoch die als selbstverständlich angesehene Nutzung von Tieren als solche.

Eine grundsätzliche Kritik des gegenwärtigen Mensch-Tier-Verhältnis, insbesondere an der generellen Nutzung von Tieren und der damit verbundenen institutionalisierten Gewalt erfolgt nicht, vielmehr wird diese, z.B. im Rahmen des Tierschutzgesetzes reguliert und stabilisiert. Das politische Engagement von Tierschutzorganisationen besteht in der Regel aus Apellen an die Öffentlichkeit (z.B. Kaufempfehlungen für bestimmte tierliche Produkte), Lobbyarbeit in politischen Institutionen, dem Vorantreiben von Gesetzesänderungen sowie der Kritik an bestimmten Unternehmen/AkteurInnen der Agrarindustrie, z.B. indem „Missstände“ bei der Massentierhaltung aufgedeckt werden.

Die Verwendung des Begriffs “Tierschutz” ist oftmals diffus und ideologisch geprägt. So greifen z.B. auch AkteurInnen der Tierausbeutungsindustrie diesen auf bzw. eignen sich ihn an. Unternehmen aus dem Bereich der „Tierproduktion“, wie z.B. Schlachtbetriebe, verweisen darauf, dass die Produktionsabläufe im Einklang mit dem Tierschutz erfolgen bzw. in Beratung mit TierschützerInnen entwickelt wurden. Immer wieder kommt es zu direkten Kooperationen zwischen großen Tierschutzorganisationen und Unternehmen, die für Gewalt an Tieren verantwortlich sind. Hier ist z.B. die Tierschutzorganisation Vier Pfoten zu nennen, die vor einiger Zeit durch die Einführung eines Labels für artgerechte Mastkaninchenhaltung (Bodenhaltung)3 auf sich aufmerksam machte und Kritik von VeganerInnen und TierrechtlerInnen auf sich zog. Auch die Tierschutzorganisation PETA übt sich international seit Jahren in Schulterschlüssen mit der Tierausbeutungsindustrie oder mit in diese involvierten Personen. So vergab z.B. PETA USA 2004 eine Auszeichnung an Temple Grandin, eine Nutztierwissenschaftlerin und Schlachthof-Designerin, die effizientere und „tiergerechtere“ Schlachthöfe entwirft4. Zuletzt kam es in Deutschland zu „Annäherungs“-Gesprächen zwischen Funktionären des Vereins und Managern der Firma Wiesenhof5.

Des Weiteren sind AkteurInnen des Tierschutzes mitunter direkt in Unternehmen involviert, die Gewalt an Tieren ausüben. Prominentes Beispiel ist an dieser Stelle Wolfang Apel, langjähriger Präsident, heute “Ehrenpräsident”, des Deutschen Tierschutzbundes, selbst Fleischesser und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Neuland – für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung“, über den Fleisch aus „besonders artgerechter“ 6 Haltung vertrieben wird.

Der Charakter des Tierschutzes ist also durchaus als ambivalent zu bezeichnen. Der Sozialwissenschaftler Michael Fischer bezeichnet die Idee und Praxis des Tierschutzes als eine „merkwürdige moralische Semi-Inklusion“ 7. Deren Folge sei zwar einerseits die Anerkennung von Tieren als empfindsame Wesen, gleichzeitig würden diese aber aus dem Kreis der Träger grundsätzlicher moralischer Rechte ausgeschlossen und damit das System einer professionellen, gewaltsamen und als selbstverständlich angesehenen Nutzung aufrechterhalten.

Tierbefreiung/Tierrechte

Die Tierbefreiungsbewegung fordert, analog zu anderen (historischen) Befreiungsbewegungen, die Befreiung von Tieren aus dem ihnen gesellschaftlich auferlegten Unterdrückungsverhältnis und die Einrichtung eines solidarischen, nicht-instrumentellen Verhältnisses zu ihnen.

Im Konzept der Tierrechte/Tierbefreiung wird daher jegliche Nutzung von Tieren für menschliche Zwecke/jegliche Form der Gewalt an Tieren abgelehnt. Bezogen auf die eben genannten Forderungen des Tierschutzes werden die Diskurse über eine „artgerechtere Haltung“ und „humanere Tötung“ als in sich widersprüchliche Legitimationsversuche entlarvt und stattdessen die Unterlassung der Zufügung physischer wie psychischer Gewalt sowie ein Ende der Freiheitseinschränkungen gegenüber Tieren proklamiert.

Dieser Ansatz geht im Unterschied zu jenem des Tierschutzes also von einer abolitionistischen Perspektive aus: Das Verhältnis von Menschen gegenüber Tieren wird als ein Unterdrückungs- und Gewaltverhältnis begriffen, welches eine grundlegende Veränderung erfahren soll, und nicht lediglich zu reformieren ist. Nicht lediglich das konkrete Leiden von Tieren bzw. die konkreten Umgangsweisen und Haltungsbedingungen werden kritisiert, sondern der Warencharakter und der Eigentumsstatus von Tieren werden abgelehnt. Diese werden zum Teil als ursächliches Problem für die systematische Gewalt an Tieren identifiziert und als Kern des an Tieren begangenen Unrechts verstanden.
Die Ausbeutung und die gewaltförmige Instrumentalisierung von Tieren ist, je nach Ansatz, weder moralisch noch politisch zu legitimieren. Als Basis für das Erreichen der Befreiung der Tiere wird eine vegane Lebensweise betrachtet. Der Boykott von Produkten und Institutionen, für die Tiere ausgebeutet werden, ist eine Grundvoraussetzung für das Ende der Nutzung von Tieren.
Auch wenn reformistische und ‚pragmatische‘ politische Schritte und Forderungen, wie sie der Tierschutz verfolgt, abgelehnt werden, so ist den AkteurInnen der Tierbefreiungsbewegung bewusst, dass gesellschaftlicher Wandel nicht ‚von heute auf morgen‘ erfolgen kann. Daher haben sich u.a. aus strategischen Gründen Kampagnen gegen bestimmte Felder der Tierausbeutung (z.B. gegen die Pelzindustrie) herausgebildet, die ein mittelfristig erreichbares Ziel verfolgen. Ein Beispiel dafür ist die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) die von Aktiven der Tierbefreiungsbewegung initiiert wurde, und deren Ziel die Abschaffung der Pelzindustrie ist und welche sich auf erfolgreiche Kampagnen gegen pelzverkaufende Modehäuser fokussiert. Hierbei wird jedoch der Kontext und das anzustrebende Ziel immer deutlich gemacht. So weist die OGPI in ihrem Selbstverständnis8 darauf hin, dass sie sich als Teil der Tierbefreiungsbewegung verortet und daher auf die grundlegende Abschaffung jeglicher Ausbeutung von Tieren hinarbeitet.

New Welfarism

Seit einigen Jahren hat sich als eine Art Zwischenposition zwischen dem traditionellen Tierschutz und dem Tierrechts-/Tierbefreiungsansatz der „New Welfarism“ herausgebildet.
BefürworterInnen dieses Ansatzes streben zwar das Ziel einer Abschaffung von Tierausbeutung an (leben in der Regel z.b. auch selbst vegan), wollen dieses jedoch durch „pragmatische“, reformistische Tierschutzpolitik mit „realistischen“ Zielen erreichen. Die Idee dahinter ist zum einen, dass Tierschutzreformen zu einer Erhöhung der Kosten auf der Seite der Tierausbeutungsindustrie führen würden. Da Kosten für tierliche Produkte damit stiegen, würden VerbraucherInnen auf vegane Alternative umsteigen. Auch sollen KonsumentInnen über Tierschutzthemen für Veganismus bzw. Tierausbeutung allgemein sensibilisiert werden.
Der primäre Fokus von Organisationen, die dem New Welfarism Ansatz zuzuordnen sind, liegt auf gesetzlichen Regulierungen mit dem Ziel, die Tierausbeutungsindustrie zu schwächen, es wird dabei aber gleichzeitig, jedoch weniger stark, auf vegane Aufklärungsarbeit gesetzt. Es handelt sich dabei oftmals um größere Organisationen, z.B. repräsentiert durch PeTA oder den Verein gegen Tierfabriken (VgT) in Österreich, die reformistische, gewinnbare Kampagnen durchführen, um mit Siegen in der Öffentlichkeit aufzuwarten und dadurch Spendengelder zu akquirieren.
Die Differenz zum traditionellen Tierschutz besteht eher in der Absicht/den Zielen, nicht aber in den Mitteln/Strategien. Zum Teil wird jedoch auch das eigentliche Ziel, eine tierausbeutungsfreie Gesellschaft, nicht deutlich gemacht, bzw. bei Kampagnen mit reformistischem Charakter nicht darauf hingewiesen, dass diese alleine ein strategisches Mittel darstellen. Dass die Nutzung von Tieren und Gewalt an ihnen also grundsätzlich abgelehnt werden sollte, gerät hierbei oftmals in den Hintergrund. Beispielhaft hierfür können Kampagnen des VgT stehen, in denen etwa nicht das Ende von Tierversuchen, sondern ein “tierfreundlicheres” Tierversuchsgesetz mit Einschränkungen der Opfergruppen gefordert wird9 oder sich der Verein für mehr Stroh in Schweineställen (Kampagnenmotto “Stroh macht froh”) einsetzt10.

Kritik am Tierschutz und New Welfarism

Von vielen Aktiven der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung wird der Tierschutz als Teil des Problems und nicht als ein Teil der Lösung betrachtet und daher vehement kritisiert, so z.B. im Falle der Einladung des Tierschützers und Bio-Fleisch-Funktionärs Wolfgang Apel als Redner bei einer Demo gegen Tierversuche in Bremen. Die Gruppe Tierbefreiung Hamburg formulierte dazu in einem offenen Brief 11 an die VeranstalterInnen der Demonstration:
„Apel selbst ist unmittelbar in die Fleischindustrie involviert, da er Vorstandsvorsitzender von Neuland Fleisch ist. Das bedeutet, dass Apel persönlich das massenhafte Töten von Tieren legitimiert und bewirbt. Dass die ‘Biohaltung’ von Tieren lediglich eine Strategie der Legitimation von Tierausbeutung ist und dass auch die partielle ‘Schonung’ von Tieren vor der Tötung in keiner Weise die Tötung von Tieren an sich rechtfertigen kann, steht dabei außer Frage.“
Auch die BetreiberInnen des Antitierbenutzungshofes, eines Lebenshofes, sprechen sich auf ihrer Webseite12 gegen den Tierschutz aus:
„Tierschutz ist ein System, das nur innerhalb des Systems der Tierausbeutung funktioniert und gewollt ist. […] Tierschutz legitimiert die Benutzung nichtmenschlicher Tiere. Er schafft die Regeln, nach denen Tiere “artgerecht” zu halten und auszubeuten sind. Nach strikter Einhaltung dieser Regeln sei an der Nutzung von Tieren nichts mehr auszusetzen. Ohne die Institution Tierschutz hätte das speziesistische System vermutlich große Probleme, sich zu rechtfertigen und aufrechtzuerhalten, denn der Tierschutz ist ein wichtiger Pfeiler im System der Tierausbeutung und keineswegs ein Schritt auf dem Weg zu deren Abschaffung.“
Forderungen nach „artgerechter Haltung“ oder „humaner Tötung“ wird von TierrechtlerInnen und TierbefreierInnen entgegengestellt, dass Gefangenschaft und Tötung von Tieren grundsätzlich nicht legitimierbar sind. Stattdessen wird darauf hingewiesen, dass „artgerecht“ „nur die Freiheit“ sein könne. Der Tierschutz hingegen trage mit seinen Forderungen vielmehr dazu bei, das System der Tierausbeutung zu stabilisieren, da er das hierarchische Verhältnis zwischen Menschen und Tieren sowie einen Großteil der institutionalisierten Gewalt an Tieren (Mästung, Schlachtung etc.) als legitim erachte. Die internationale Tierrechtsorganisation Animal Equality schreibt zum Beispiel in ihrem Selbstverständnis13  in Abgrenzung zum Tierschutz:
„Wir sind eine abolitionistische Gruppe. Unser Ziel ist die Abschaffung jeglicher Nutzung von Tieren. Um dies zu erreichen, unterstützen wir keine reinen Tierschutzreformen, oder Veränderungen in der Art und Weise der Ausbeutung von Tieren. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Reformen, die die Nutzung von Tieren etwas artgerechter gestalten sollen, dem Ausbeuter durch Steigerung von Effizienz und Profit zu Gute kommen. Auch führen solche Reformen zu einer Verminderung der Schuldgefühle der Verbraucher beim Verzehr von Tierprodukten. In den meisten Fällen führt ein reformistischer Ansatz zu einer erhöhten Anzahl von ausgebeuteten Individuen und trägt zur Normalisierung der Tierausbeutung bei.“
Gegenüber dem Ansatz des New Welfarism wird u.a. entgegnet, dass es nun schon seit über 200 Jahren Tierschutzpolitik bzw. entsprechende Gesetzesverschärfungen gebe (z.B. Tierschutz im Grundgesetz in der BRD), Qualität und Quantität der Tierausbeutung jedoch stetig ansteigen. So wurden noch nie so viele Tiere geschlachtet wie heute. Es gäbe keinen empirischen Beweis, dass Tierschutzreformen zu einer Abschaffung von der Nutzung von Tieren führen würden14.
Der Tierrechtsphilosoph Francione weist darauf hin, dass Tierschutzreformen die Tierausbeutungsindustrie effizienter machen würden und diese ihnen von Tierschutzorganisationen oftmals mit dem Versprechen der Kosteneinsparung schmackhaft gemacht werden15. So nennt z.B. Martin Balluch, Vorsitzender des Vereins gegen Tierfabriken aus Österreich, in einer Pressemitteilung16 zum Kastenstandverbot bei der Schweinehaltung die Effizienz eines Verbotes:
„Ohne Kastenstand in Schweden sind die Produktionskosten praktisch gleich, der Arbeitsaufwand sogar geringer und der Produktionserfolg größer. Ohne Kastenstand sterben weniger Tiere.“
Auch ist die Agrarindustrie wandlungs- und anpassungsfähig und kann sich auf Gesetzesänderungen einstellen bzw. neue Tierschutzverordnungen in ihr Marketing integrieren. Auch auf KonsumentInnen-Seite führten Reformen dazu, so KritikerInnen, dass die Logik der Legitimität der Nutzung und Tötung von Tieren verfestigt werde. KonsumentInnen können sich suggerieren, dass sie mit gutem Gewissen tierliche Produkte verzehren können, da diese bestimmten Tierschutzstandards entsprächen. Die dem System der Nutzung von Tieren inhärente Gewalt wird dabei nicht als problematisch betrachtet.
Auch für die vom New Welfarism vorgebrachte Argumentation, Tierschutzreformen würden zu einer Verteuerung tierlicher Produkte führen, und damit die KonsumentInnen zu tierproduktfreien Alternativen greifen lassen, gibt es bisher keine Anhaltspunkte. Vielmehr wird seitens der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung häufig darauf verwiesen, dass der New Welfarism ebenso wie der Tierschutz durch seine affirmative Politik über kurz oder lang zum Kollaborateur der Tierausbeutungsindustrie(n) werden muss, da die Abschaffung der Existenz des politischen Gegners nicht im Verhandlungsrahmen mit eben diesem liegt.

Fußnoten

1 Konzepte Tierrechte/Tierbefreiung und daran anschließend die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung werden hier synonym verwendet. Auch wenn beide Termini von den BewegungsakteurInnen teilweise mit unterschiedlichen Bedeutungshorizonten oder politischen Konzepten verbunden sind (deren Spezifika des Weiteren jedoch auch nicht einheitlich verwendet werden oder eindeutig voneinander abgrenzbar sind) soll auf den unterschiedlichen Bedeutungsgehalt beider Begriffe hier nicht weiter eingegangen werden. Zum Begriff der Tierrechte ist zu erwähnen, dass dieser nicht zwangsläufig mit dem Ziel einer Implementierung von positiven Rechtsnormen innerhalb von Gesetzen oder Verfassungen verbunden sein muss, der Begriff wird von vielen AktivistInnen oder auch TheoretikerInnen zunächst eher in einem rechtsphilosophischen Sinne verwendet, ohne dass Angaben über eine konkrete mögliche (staatliche) Umsetzung gemacht werden.

2 Wir beziehen uns hier auf den klassischen Tierschutz als Konzept und als politischer Akteur wie er sich vor 200 Jahren im westeuropäischen Raum ausgebildet hat und heute in Form von Vereinen wie z.B. des Deutschen Tierschutzbundes repräsentiert wird. Die hier geübte Kritik richtet sich nicht unbedingt gegen Personen, die direkte Hilfe für Tiere leisten (z.B. in Form von Vermittlung von Straßenhunden) und dies unter dem Label des Tierschutzes tun. Auch bestimmte Formen des Engagements des institutionalisierten Tierschutzes wie z.B. das Betreiben von Tierheimen sind unter Tierrechtsgesichtspunkten zunächst als positiv anzuerkennen, wenngleich fast kein Tierheim für eine vegane Lebensweise und für Tierbefreiung eintritt. Die Kritik zielt vielmehr auf die politischen Forderungen des Tierschutzes ab bzw. einen Großteil der politischen Arbeit desselben.

3 Vgl. http://www.vier-pfoten.de/kampagnen/nutztiere/kaninchen/mastkaninchen/zertifikat/

4 en.wikipedia.org/wiki/Temple_Grandin

5 www.taz.de/!104358

6 www.neuland-fleisch.de

7 Fischer, Michael (2001): Differenz, Indifferenz, Gewalt: Die Kategorie „Tier“ als Prototyp sozialer Ausschließung in: Kriminologisches Journal 33(3), S. 170-187

8 www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/about/

9 www.vgt.at/actionalert/tierversuche/forderungen/index.php

10 Diese Kampagne ist dem VgT mittlerweile offenbar so unangenehm, dass die dazugehörige Website inkl. Pressemeldung einfach gelöscht wurden (www.vgt.at/presse/news/2008/news20080314.php), auf vegan.at findet sich jedoch noch ein Kampagnenfoto samt der Tierschutzforderungen der VgT (http://www.vegan.at/forum/YaBB.pl?num=1202571412/120)

11 www.tierbefreiung-hamburg.org/archives/1203

12 www.antitierbenutzungshof.de/tierbefreiung.html

13 www.animalequality.de/wer-wir-sind

14 Francione/Garner (2010): The Rights Debate. Abolition or Regulation, Columbia University Press

15 Francione/Garner (2010): The Rights Debate. Abolition or Regulation, Columbia University Press

16 www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111202_OTS0014/vgt-praesentiert-neueste-daten-der-schweineindustrie-ohne-kastenstand-besser

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