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Animal Liberation Front

Animal Liberation Front (ALF)

Die Entstehung der Animal Liberation Front

Die Entstehung der modernen Tierrechtsbewegung ist eng mit den Aktionen der Animal Liberation Front verbunden. In Deutschland sorgten die ersten Tierbefreiungen aus Versuchslaboren in den frühen 80er Jahren für enormes öffentliches Interesse. In England hatten militante Zellen bereits seit den späten 60er Jahren damit begonnen, direkte Aktionen gegen Jagd und Tierversuche durchzuführen. Neben der Befreiung von Tieren und der ökonomischen Sabotage hatten frühe Aktionen vor allem auch den Effekt, dass erstmalig die schrecklichen Fakten über Tierversuche und andere Formen der Tierausbeutung ans Licht der Öffentlichkeit gelangten. Aus der Aktionsgruppe ‘Band of Mercy’, welche als erste Zelle ihrer Art gesehen wird, entwickelte sich die Animal Liberation Front – ein Name, der seither als Überbegriff für Akteure und Gruppen einer Untergrundbewegung steht, die nach bestimmten Regeln Aktionen durchführen. Diese unterscheiden sich in ihrer konkreten Formulierung zuweilen geringfügig, gängig sind jedoch diese der Homepage der Basisgruppe Tierrechte entnommenen Regeln:

  • Ziel von Aktionen sind alle, die von Tierausbeutung profitieren.
  • Die Grausamkeiten, die hinter verschlossenen Türen gegen Tiere begangen werden, werden durch gewaltfreie direkte Aktionen und Befreiungen an die Öffentlichkeit gebracht.
  • Alle notwendigen Vorkehrungen müssen getroffen werden um durch Aktionen nicht Menschen oder Tiere in Gefahr zu bringen.

 

Wer ist die Animal Liberation Front?

Die ALF ist keine zentral organisierte Struktur mit AnführerInnen, gemeinsam erarbeiteten Aktionsstrategien oder ähnlichem, sondern eine dezentral organisierte, klandestine Struktur einzelner Akteure und Gruppen, die untereinander nur selten vernetzt sind. Über die Mitglieder von ALF-Gruppen lässt sich meist nur mutmaßen und dies sollte ohnehin unterlassen werden, um die Aktiven nicht zu gefährden. Unter den verurteilten AktivistInnen befinden sich jedoch Menschen unterschiedlicher Schichten, beruflicher Hintergründe sowie politischer und kultureller Milieus. Da es keine Möglichkeit der Mitgliedschaft gibt, entsteht eine ALF-Zelle mit dem Plan, unter o.g. Voraussetzungen und mit entsprechend sorgfältiger Planung, eine Aktion durchzuführen, bei der Tiere befreit werden oder ökonomischer Schaden erzeugt wird. Es sollte jedoch deutlich sein, dass allzu fahrlässige Aktionen im Zweifelsfall zum Problem der gesamten Tierrechtsbewegung werden können, wenn etwa Unterstützungsarbeit geleistet werden muss, sodass mit dem Durchführen solcher Aktionen nicht nur eine hohe Verantwortung für die befreiten Tiere und die eigene Sicherheit einhergeht.

Die ALF-Unterstützergruppen

‘Support the ALF’ gehört zu einem der zentralen Credos der Tierrechtsbewegung. Die Unterstützung militanter Tierbefreiungsarbeit war stets ein wichtiger Identifikationspunkt der Tierrechtsbewegung. Diese Solidarisierung mit der ALF verdeutlicht, dass ihre Aktionen als moralisch legitim und angemessen angesichts der an Tieren vollzogenen Gewalt verstanden werden. Konkrete Unterstützungsarbeit bedeutet in der Regel vor allem die finanzielle und juristische Unterstützung angeklagter, mutmaßlicher ALF-AktivistInnen sowie die Betreuung von Gefangenen. Besonders in England, dem ‘Mutterland’ der ALF, entstanden mit der Zeit Strukturen zur Unterstützung mutmaßlicher oder tatsächlicher ALF-AktivistInnen. So gründete sich etwa die ALF Supporters Group, welche vor allem finanzielle Unterstützung leistet, Medien- und Pressearbeit für ALF-Aktionen übernimmt und die ALF öffentlich verteidigt. Daneben entstand die Vegan Prisoners Support Group, welche vegane Gefangene betreut, indem sie etwa für vegane Ernährung oder Post von UnterstützerInnen sorgt. In Deutschland hat sich vor allem der Verein Die Tierbefreier e.V. für die ALF eingesetzt, informiert auf der Webseite www.animalliberationfront.de über Aktionen der ALF und macht seit den 80er Jahren Pressearbeit für militante Tierbefreiungsaktionen. Ebenso betreut er kriminalisierte AktivistInnen finanziell und juristisch. Darüber hinaus müsse es jedoch auch darum gehen, innerhalb der Tierrechtsbewegung für „ein Klima für zu sorgen, in dem A.L.F.-Aktionen verteidigt werden“, wie die Basisgruppe Tierrechte aus Wien schreibt. Ähnliche Organisationen gibt es in vielen Ländern, oft sind es jedoch einzelne, meist überregional arbeitende Tierrechtsgruppen, die solche Unterstützungsarbeit leisten. Zu nennen ist vor allem noch die von der US-Organisation Bite Back betriebene Website directaction.info, auf welcher BekennerInnenschreiben aus der ganzen Welt dokumentiert werden.

Mythen und Heldengeschichten

Über die ALF ranken sich jedoch ebenso Mythen und Heldengeschichten, in denen die Aktionen der ALF zuweilen zu regelrechten Projektionsflächen anderer AktivistInnen werden. Dies ist etwa der Fall, wenn ALF-AktivistInnen als rettende Engel mit Flügeln (ein gängiges Motiv) dargestellt werden oder wenn die Solidarisierung mit ALF-Aktionen vor allem dazu dient, sich selbst als besonders ‘radikal’ darzustellen. Besonders durch die neuen Medien (allen voran Facebook) entwickelte sich eine Plattform, auf der die ALF einen regelrechten ‘Fanclub’ bekommen hat. Auffallend ist dabei, dass viele dieser ‘Fans’ selbst nicht Teil der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung sind (und beispielsweise nicht vegan leben oder auch sonst keinen Bezug zur Bewegung haben), aber Brandanschläge und Befreiungsaktionen frenetisch bejubeln.

Ebenso ist häufig eine gewisse Naivität zu verzeichnen, die etwa zum Ausdruck kommt, wenn zumeist junge oder unerfahrene AktivistInnen in öffentlichen Foren, sozialen Netzwerken oder per Email an größere Organisationen erfragen, wie und wo man denn Mitglied der ALF werden könne. An dieser Stelle muss eindringlich auf eine kollektive Sicherheitskultur insistiert werden, die sowohl die Bewegung als auch die ALF-AktivistInnen schützt. Zu diesen Sicherheitsregeln sollte gehören:

  • Keine Prahlerei mit tatsächlichen oder angeblichen Aktionen. Behaltet eure Stories für euch, BekennerInnenschreiben sind ausreichend.
  • Keine öffentlichen Gesuche, wie, wann und wo man in der ALF aktiv werden kann. Ihr gefährdet auch die, die ihr fragt, da diese plötzlich als potenzielle ALF-Aktive dastehen.
  • Keine Spekulationen, wer ALF-AktivistIn sein könnte und wer nicht.
  • Verhaltet euch verantwortlich im Internet. Facebook und co sind für Polizei und Justiz einsehbar, achtet daher darauf, was ihr schreibt.
  • Schluss mit dem ALF-‘Kult’! Wenn ihr die ALF unterstützen wollt, unterstützt die entsprechenden Solidaritätsstrukturen und richtet euch an diejenigen Organisationen, die seit Jahren Unterstützungsarbeit leisten. Nicht jede Facebook-Seite. die sich “ALF” oder “ALF SUPPORT” nennt, ist ein geeigneter Ansprechpartner. “DIE” ALF hat ohnehin keine Facebook-Seite und wird auch nie eine haben.

Was kannst du tun, um die ALF zu unterstützen?

  • Spende regelmäßig an Unterstützungsgruppen! In Deutschland ist dies das Rechtshilfekonto der Tierbefreier e.V.
  • Schreibe Gefangenen. Einen Link zu aktuellen Adressen findest du unten.
  • Unterstütze die Solidaritätsstrukturen für angeklagte AktivistInnen und versuche, sofern von den Betroffenen gewünscht, Öffentlichkeit für ihre Fälle herzustellen. Mehr Infos finden sich hier.
  • Keine öffentliche Distanzierung von der ALF und ihren Aktionen.

 

Literatur

(zumeist über die Geschichte der Tierrechtsbewegung allgemein, mit Passagen über die ALF oder über ALF-Aktionen):

Haferbeck, Edmund / Wieding, Frank (1998): Operation Tierbefreiung. Ein Plädoyer für radikale Tierrechtsaktionen, Echo Verlag, Göttingen.

Roscher, Mieke (2009): Ein Königreich für Tiere. Die Geschichte der britischen Tierrechtsbewegung, Tectum Verlag, Marburg.

Roscher, Mieke (2011): Tierschutz- und Tierrechtsbewegung – ein historischer Abriss, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 8-9/2012 (2012), S. 34-40. Online unter: www.bpb.de/apuz/75820/tierschutz-und-tierrechtsbewegung-ein-historischer-abriss?p=all (Stand 20.11.2012)

Walden, Sina / Bulla, Gisela (1984): Endzeit für Tiere. Ein Aufruf zu ihrer Befreiung, Rowohlt Verlag, Reinbek.

 

Websites:

Webseite animalliberationfront.de: www.animalliberationfront.de

Geschichte der ALF (Tatblatt): www.nadir.org/nadir/periodika/tatblatt/140alf-geschichte.htm

Webportal und Zeitschrift “Biteback”: www.directaction.info

Vegan Prisoner Supporters Group: www.vpsg.org

ALF Supporters Group: www.alfsg.org.uk

Webportal “No Compromise”: www.nocompromise.org

Webportal “AnimalLiberationFront.com”: www.animalliberationfront.com

 

 

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