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Veganismus in aller Munde

vegan

Im ganzen deutschsprachigen Raum ist es fast unübersehbar: Veganismus hat den Mainstream erreicht. Damit einher wandelt sich seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit von “übertriebenem Vegetarismus”, der zu Mangelerscheinungen führt, hin zu einer gesunden Ernährung, die modernen Stadtmenschen gut tut. Eine aufschlussreiche Auseinandersetzung mit dem Veganismus-Boom bietet der Text “Vegan-Hype: Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive” von Matthias Rude aus Tübingen.

Neben Yoga, Bio und Outdoor gilt jetzt auch Vegan als Teil eines Lifestyles, der immer populärer wird. Die positiven Aspekte davon sind ein offentlichtlich steigendes Bewusstsein und erhöhtes Angebot für Lebensmittel und Gebrauchsartikel ohne tierliche Anteile, die auch Möglichkeiten eröffnen einen anderen Blick auf Tiere und unsere Beziehung zu diesen zu werfen. Ein nicht zu ignorierender negativer Aspekt des Vegan-Hypes ist die Tatsache, dass ein guter Teil des neuen veganen Angebots ganz einfach wirtschaftlichem Kalkül folgt.

Die wenigsten Unternehmen kennzeichnen ihre veganen Produkte als solche, weil sie eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung anstreben, sondern weil sie in der veganen Konsument_innenschaft eine finanzkräftige neue Zielgruppe entdeckt haben, die auch bereit ist für bestimmte Lebensmittel mehr auszugeben. Mit all diesen positiven als auch negativen Aspekten hat sich Matthias Rude, Aktivist der Antispeziesistischen Aktion Tübingen, in seinem Text beschäftigt:

 “Den Ve­ge­ta­ris­mus und den Vega­nis­mus in der Welt be­kannt zu ma­chen, hat „uns“ Jahr­zehn­te der Mühe, Ar­beit, des Ak­ti­vis­mus, der ge­mein­sa­men Kämp­fe, der Krea­ti­vi­tät und so wei­ter ge­kos­tet. Das war nicht um­sonst, denn ohne „uns“ gäbe es die­sen Vegan-​Hy­pe heute si­cher nicht. Da kön­nen wir uns ge­trost ge­gen­sei­tig auf die Schul­tern klop­fen und fei­ern! Den­noch soll­ten wir uns auch von die­sem ers­ten gro­ßen Er­folg nicht blen­den las­sen. Schließ­lich be­deu­tet der Vegan-​Hy­pe kei­nes­wegs, dass da­durch we­ni­ger Tiere ge­fan­gen ge­hal­ten, ge­quält und er­mor­det wer­den.”

Rude zeichnet in seinem Text Entwicklungen von Marktnischen wie Bio oder Fairtrade nach. Dabei zeigt er wie progressive Ansätze, wie der der biologischen Landwirtschaft, mit steigender Popularität verwässern und sich im Endeffekt beinhae in ihr Gegenteil umkehren:  “Je­doch nahm das Ka­pi­tal die Wachs­tums­chan­cen des Bio-​Sek­tors dan­kend an und be­dien­te die­sen Markt vor allem mit­hil­fe des EG-​Bio-​Sie­gels: Klare, aber mi­ni­ma­le Re­geln, die ein Pro­dukt zum Bio-​Pro­dukt ma­chen, er­mög­lich­ten es, in­ner­halb des Bio-​Mi­ni­mal-​Kon­sens (in­so­fern die Re­geln über­haupt ein­ge­hal­ten wer­den) den­sel­ben Wahn­sinn von Kon­kur­renz (Lohn­druck) und Wer­bung (In­trans­pa­renz) wei­ter­zu­trei­ben. Land­grab­bing und Ver­trei­bun­gen, Mo­no­kul­tur und Me­ga-​Plan­ta­gen, Re­gen­wald­ab­hol­zung und Ver­nich­tung von Öko­sys­te­men, Lohn­dum­ping, Skla­ve­rei, Mas­sen­tier­haltung, ir­re­füh­ren­de Ver­pa­ckun­gen, ver­blen­den­de Wer­be­kam­pa­gnen – all das ist seit­her auch bei den meis­ten Bio-​Pro­duk­ten Stan­dard.”

Diese Entwicklungen sind jedoch keineswegs vorbestimmt und im Fall der zunehmenden Bekanntheit des Veganismus festgeschrieben. Ob der Vegan-Hype für eine weitere Sensibilisierung für die Ausbeutung der Tiere genutzt wird oder lediglich als eine weitere Konsumsparte die überteuerten Nischen der Supermärkte füllt liegt auch an uns. Der Text “Vegan-Hype: Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive”  bietet dafür notwendige Denkanstöße (hier lesen).

 

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